ZertSozial

Schmerzmanagement

Schmerzmanagement-Zertifikat C 5CDOKUME15Cco5CLOKALE15CTemp5Cmsohtml15C015Cclip image002

Die Expertenstandards des Deutschen Netzwerks für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) geben für die Pflege in den Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen wichtige Orientierungen und sind von der Pflege anerkannt. Besondere Bedeutung für die leibliche Betroffenheit nicht nur für Pflegebedürftige sind Schmerzerfahrungen. Immerhin leiden zwischen 50 und 70% der Bewohnerinnen von Altenpflegeeinrichtungen mehr oder weniger an Schmerzen.

Eine Einrichtung der Pflege, die sich offensiv um Schmerzmanagement bemüht und Schmerzen den Kampf ansagt, wird daher besondere Aufmerksamkeit erfahren. Als Nachweis eines Schmerzmanagement-Zertifikats wird nicht nur der Pflegeeinrichtung dazu dienen, auf ihr Schmerzmanagement stolz zu sein.
Auch für diejenigen, die sich für die Aufnahme in eine Pflegeeinrichtung interessieren, also Pflegebedürftige und ihre Angehörige, wird ein Schmerzmanagement-Zertifikat eine wichtige Orientierung sein.

Grundlage des Kriterienkatalogs zu Schmerzmanagement sind die Vorgaben des Expertenstandards „Schmerzmanagement“ mit seinen Qualitätsvorgaben zu Struktur, Prozess und Ergebnis. Darüber hinaus sind die „Gemeinsamen Grundsätze und Maßstäbe zur Qualität und Qualitätssicherung“ und die Anforderungen der ISO 9001:2000 berücksichtigt. Schmerzmanagement wird im Rahmen dieser Prüfung durch ZertSozial verstanden als zentrales nachweisbares Anliegen der Einrichtung oder des Trägers der Einrichtung. Die Prüferinnen erheben dazu Nachweise schriftlicher Art (Regelungen, Dokumentation) aber auch mündlicher Art (Wissen von Mitarbeiterinnen).
Nach der Prüfung kennt die Einrichtung die Qualität ihres Schmerzmanagements.

Vor der Bewerbung um ein Schmerzmanagement-Zertifikat sollten folgende Kriterien erfüllt sein:
  • Eine Konzeption oder Verfahrensregelung zu Schmerzmanagement ist vorhanden.
  • Ein Leistungsverzeichnis zu Schmerzmanagement für BewohnerInnen und Angehörige ist vorhanden.
  • Schmerzmanagement ist in den Pflegeprozess und in die Pflegevisite integriert.
  • Den Mitarbeiterinnen ist der Expertenstandard „Schmerzmanagement“ inhaltlich bekannt.
  • Die Mitarbeiterinnen kennen medikamentöse und nicht-medikamentöse Maßnahmen.
  • Eine ausgebildete Schmerzexpertin ist von der Leitung benannt.
  • Ein Schmerzeinschätzungsinstrument ist eingeführt und wird konsequent angewendet
  • Im aktuellen Fortbildungsplan der Einrichtung sind Veranstaltungen zu Schmerzmanagement enthalten.
  • Kooperationspartner zu Schmerzmanagement sind benannt.
  • Ein Kommunikationskonzept für die Kooperation mit Ärzten ist erstellt.
  • Ein abgearbeiteter Projektplan für die Einführung von Schmerzmanagement liegt vor